Aaron Parks Little Big 10.05.26 ZigZag


Aaron Parks Little Big 10.05.26 ZigZag


Hinweis: 2 Konzerte 18:30 & 21:00 Uhr


Das ZigZag kann sich zugutehalten für viele internationale renommierte Jazzer Konzerte im Club zu organisieren. Einen von den internationalen Gästen ist Aaron Parks, der besonders oft im ZigZag konzertiert. Nun, Ambiente und Publikum, vielleicht auch die Stadt mögen ihn wohl gefallen.


Pianist Aaron Parks hat bei seinen Kompositionen eine Vorliebe für akzentuierte, treibende Rhythmen über die sich wohltönende Melodien voller Raffinesse und Eleganz hervortun. Eine angenehme Spannung ist zu spüren, die seine Titel aufweisen, die Lust wie Neugierde auf die harmonische wie rhythmische Auflösung seiner Werke machen. Dabei weist Aaron Parks den Klangfarben und den solistischen Figuren der Gitarre großen Raum zu. Besonders das thematische, enge Zusammenspiel zwischen Gitarrist und Pianist verleiht der Musik von Aaron Parks einen intimen, oft balladesken Charakter.


Deshalb gilt: Hingehen!


Aaron Parks - Piano (USA)
Greg Tuohey - Guitar (NZ)
Simon Jermyn - Bass (USA)
Jongkuk Kim - Drums (KOR)


The ZigZag can take pride in organizing many concerts featuring internationally renowned jazz musicians at the club. One of these international guests is Aaron Parks, who performs at the ZigZag particularly often. Well, perhaps he enjoys the atmosphere, the audience, and maybe even the city itself.


In his compositions, pianist Aaron Parks has a penchant for accentuated, driving rhythms over which melodious melodies full of sophistication and elegance stand out. A pleasant tension is felt in his tracks, which make you curious about the harmonic and rhythmic resolution of his works. In doing so, Aaron Parks gives ample space to the timbres and soloistic figures of the guitar. In particular, the thematic, close interplay between guitarist and pianist lends Aaron Parks’ music an intimate, often balladic character.


So, go check it out!


Aktuelles Album „Little Big III“  2024

Das Album gibt Hinweise was zu hören sein wird. Aber der Jazz und auch Aaaron Parks ist immer für Überraschungen gut. Die Titel im Detail.


„Flyways“

Ostinato-Motive des Pianos, stakkatohaft angeschlagen, gleichermaßen vom E-Bass unterstützt, in diesen Sound setzt die Gitarre ihre melodischen wie spitzen Linien. Die von der linken Akkord-Hand geschlagen Ostinato bleiben bestehen, während die rechte Hand Figuren wie Läufe auf dem E-Piano (Keyboard) produziert. Gitarre und Piano treffen sich dann unisono zur Melodie. Der Sound der Gitarre dominiert.


„Locked Down“

Tiefe, ruhige Anschläge des Pianos bereiten vor, die von dem einfachen wie wuchtigen Drums begleitet werden. Wenige Töne, sparsame Anschläge, die Gitarre hat auch hier die Stimm- und Melodieführung inne. Dann setzt das Piano erste Akzente, baut diese zu Motiven, zu einer (Kurz)Geschichte aus, Bass wie Drums verbleiben im sparsamen Modus der Begleitung. Hohe, langgedehnte Töne der Gitarre versprühen ein Hauch von Psychedelic Rock Ende der 60-ziger.


Rhythmisch akzentuierte Titel – „Sports“, “Little Beginnings”, „Delusions“


„Sports“

Rhythmisch stellt sich „Sports“ als ein akzentuierter, von Bass & Drums mit geraden Beats durchlaufender Titel dar - mit leichtem Funky Tough. Thema und seine Fortführung obliegen dem Piano, das dann eine wohlgefällige Titelmelodie präsentiert – was für melodische Gourmets. In diesen Klänge sticht nun die Gitarre ihre zwar fetzigen, aber schrillen Läufe. Dann gesellt sich die Gitarre zum Piano, beide Instrumente lassen das schöne Thema unisono erschallen. Fortgeführt wird das rhythmisch-sportliche Treiben durch ein agiles Solo des Basses, das wiederum von einzelnen solistischen Anschlägen der Drums ergänzt wird. Themenwiederholung durch die singende Gitarre und das klanglich ausgleichende Piano.


“Little Beginnings”

In die Rubrik der akzentuiert betonten Titel gehört auch dieser Song. Zusätzlich zeichnet er sich durch seinen elektronischen Klangcharakter aus. Dazu tragen die quirligen Läufe des Keyboards wie auch die spröden Figuren der Gitarre bei. Der Titel integriert zahlreiche Elemente aus dem Genre Fusion. Ähnliches demonstriert der Titel „The Machines Say No“, der auf Basis von durchlaufenden Ostinato-Figuren zusätzlich das Spiel des Drummers heraushebt: Featuring Jongkuk Kim.


„Delusions“ gesellt sich auch zu den rhythmisch markanten Themen. Zusätzlich verstärkt das Spiel der Gitarren den Charakter eines atmosphärischen Jazz-Rock mit Tendenz zu Fusion. Der Sound erinnert in Teilen an das legendäre Mahavisnu Orchestra von John McLaughlin der frühen Jahre.

Balladen - „Heart Stories“, „Willamina“, „Ashé“


„Heart Stories“

Leise, verhaltenes Anfangen. Gitarre und Piano setzen vorsichtig die ersten Akzente des Titels. Drums wie Bass verharren im Hintergrund, liefern nur das absolut Notwendige an rhythmischer Unterstützung. In diese leicht melancholischen Klanglandschaften tupft Gitarrist Greg Tuohey seine Figuren mit hellen, runden Anschlägen. Das Piano von Aaron übernimmt, es tönt leicht kammermusikalisch mit minimalistischen Variationen. Alles in allem sind die „Herzgeschichten“ mit ein wenig Schmerz behaftet. Gerade deswegen sind sie eine schön traurige, traurig schöne Ballade. Dezent lässt das Quartett die Liebes-Geschichte ausklingen …


„Willamina“

Gitarren-Riffs legen behutsam vor, verändern sich dann thematisch. Auch hier besitzt die Gitarre von Greg Tuohey die Stimm- und Themenführung. Es gibt Gelegenheit für den - sich sonst zurückhaltenden - Bassisten sich etwas in den Fokus zu spielen. Aber nur kurz, dann dominiert wieder das harmonische Zusammenspiel von Gitarre und Piano die Ballade.


„Ashé“

Was die bisherigen Balladen versprachen, hält „Ashé“. Harmonische Themen verleiten zum Schwelgen und Tagträumen – eine Ballade per Excellance, in die Aaron Parks seine Fähigkeiten zum melodischen, pianistischen Improvisieren länger demonstrieren kann.




Ankündigung ZigZag

Aaron Parks gilt nicht umsonst als einer der umtriebigsten, vielseitigsten und gefragtesten Pianisten der Gegenwart. Das Ausnahmetalent begann sein Studium der Musik schon zu High-School-Zeiten und startete seine Karriere mit achtzehn Jahren in der Band von Terence Blanchard. Diese Zusammenarbeit wurde 2007 mit dem Grammy Award ausgezeichnet. Sein lyrisches und kreatives Spiel, das nie zum bloßen Selbstzweck verkommt, wird international geschätzt. Er ist Mitglied von “James Farm” mit Joshua Redman, Matt Penman und Eric Harland, spielte für ECM unter anderem mit Billy Hart zwei Alben ein und ist seit 2009 Teil der Blue-Note-Familie, wo er sein beeindruckendes Debütalbum “Invisible Cinema” vorlegte. Die Liste seiner musikalischen Weggefährten ist lang: Christian Scott, Gilad Hekselman, Ambrose Akinmusire, Derrick Hodge, Kurt Rosenwinkel, Ben Wendel, Walter Smith III. Terry Lyne Carrington, Lage Lund und unzählige mehr. 


Sein Quartett “Little Big” mit dem er 2018 und 2020 zwei Alben veröffentlichte, ist die Kulmination seiner Kreativität und Einflüsse. Der Stilmix aus modernem Jazz, Pop-Anleihen, RnB, HipHop, elektronischer Musik und mehr ist eine eklektische, virtuose und doch sensible Erfahrung, die ihresgleichen sucht.


Der ursprünglich aus Neuseeland stammende Gitarrist Greg Tuohey zog Mitte der neunziger Jahre nach New York und war eine feste Größe in der New Yorker Jazzszene. Er trat mit Mark Turner, Seamus Blake, Reid Anderson, George Garzone, Ari Hoenig, Matt Penman, Jerome Sabbagh und vielen anderen auf. Er war auch Mitglied der Naxos-Formation "Flipside". Als vielbeschäftigter Studiomusiker erkundete er viele Jahre lang eine Vielzahl musikalischer Genres, bis er in den letzten Jahren zu seinen Jazz-Wurzeln zurückkehrte. 


Simon Jermyn ist Gitarrist, E-Bassist, Komponist und Pädagoge. Er stammt ursprünglich aus Irland und lebt in NYC/Berlin. Simon Jermyn ist an einer Vielzahl von Projekten und Bands beteiligt, darunter Jim Blacks „Smash and Grab“, „Wood River“, das „Marc Hannaford Trio“, „Roamer“ und „Sooner“, sowie an seiner eigenen Band „Obsany“ und Soloauftritten. Als Begleitmusiker und Kollaborateur hat Simon mit Jim Black, Chris Speed, John Zorn, Gerald Cleaver, Mat Maneri, Anna Webber, Tom Rainey, Chris Lightcap, Ingrid Laubrock, Mark Ferber, Michaël Attias, Tony Malaby, Ben Goldberg, Jeff Davis, Allison Miller, Nate Wood, Simon Nabatov, Loren Stillman, Satoshi Takeishi, Caleb Burhans und vielen anderen zusammengearbeitet. Er trat im Village Vanguard, im The Stone, beim Winter Jazz Fest, im Joe’s Pub und in vielen anderen Clubs, auf Festivals und an Veranstaltungsorten weltweit auf.

 

JK Kim ist ein aufstrebender südkoreanischer Drummer. Von seinem Heimathafen Boston aus macht er die New Yorker und generell die amerikanische Szene unsicher und hat sich eine ansehnliche Reputation erspielen können. Er ist gern gesehener Gast in der New Yorker Jazz Gallery und partizipierte bei Tiny-Desk-Konzerten bei NPR Radio. Er spielte mit Aaron Parks, Gerald Clayton, Drew Gress und Simon Moullier.

 

Announcement ZigZag

Aaron Parks is not considered one of the most active, versatile and sought-after pianists of our time for nothing. The exceptional talent began his study of music in high school days and started his career at the age of eighteen in the band of Terence Blanchard. This collaboration was honored with a Grammy Award in 2007. His lyrical and creative playing, which never degenerates into a mere end in itself, is appreciated internationally. He is a member of "James Farm" with Joshua Redman, Matt Penman and Eric Harland, recorded two albums for ECM with Billy Hart, among others, and has been part of the Blue Note family since 2009, when he presented his impressive debut album "Invisible Cinema". The list of his musical companions is long: Christian Scott, Gilad Hekselman, Ambrose Akinmusire, Derrick Hodge, Kurt Rosenwinkel, Ben Wendel, Walter Smith III Terry Lyne Carrington, Lage Lund and countless more. 


His quartet, Little Big, with which he released two albums in 2018 and 2020, is the culmination of his creativity and influences. The mix of styles from modern jazz, pop influences, RnB, hip hop, electronic musician more is an eclectic, virtuosic yet sensitive experience that is second to none. 

Originally from New Zealand, guitarist Greg Tuohey moved to New York in the mid-nineties and was a constant presence in the NYC jazz scene, performing with Mark Turner, Seamus Blake, Reid Anderson, George Garzone, Ari Hoenig, Matt Penman, Jerome Sabbagh and many others. He was also a member of the Naxos recording artists “Flipside”. A busy studio musician, he explored a wide variety of musical genres for many years until returning to his jazz roots in recent years. 


Simon Jermyn is a guitarist, electric bassist, composer and educator. Originally from Ireland, he lives in NYC/Berlin. Simon Jermyn is involved with a variety of projects and bands including Jim Black's Smash and Grab, Wood River, the Marc Hannaford Trio, Roamer, and Sooner, as well as his own band Obsany and solo performances. As a sideman and collaborator, Simon has worked with Jim Black, Chris Speed, John Zorn, Gerald Cleaver, Mat Maneri, Anna Webber, Tom Rainey, Chris Lightcap, Ingrid Laubrock, Mark Ferber, Michaël Attias, Tony Malaby, Ben Goldberg, Jeff Davis, Allison Miller, Nate Wood, Simon Nabatov, Loren Stillman, Satoshi Takeishi, Caleb Burhans and many others. He has performed at the Village Vanguard, The Stone, Winter Jazz Fest, Joe's Pub and many other clubs, festivals and venues around the world.


JK Kim is an up-and-coming South Korean drummer. From his home base in Boston, he has been making the New York scene and the American scene in general unsafe and has been able to build a respectable reputation. He is a welcome guest at the New York Jazz Gallery and has participated in Tiny Desk concerts on NPR Radio. He has played with Aaron Parks, Gerald Clayton, Drew Gress and Simon Moullier.







ZigZag
Autor: Cosmo Scharmer