Ed Partyka Orchestra 18.0 & 19.09.26 b-flat


Ed Partyka Orchestra 18 & 19.09.26 b-flat


Ed Partyka Jazz Orchestra Feat: Karin Meier (CH)


Ed Partyka, von Zuhause aus Posaunist, residiert in der Schweiz, nutzt die günstige geografische Lage, um ausgezeichnete Musiker aus angrenzenden Ländern zu „rekrutieren“, eine Big Band zu formen. In Berlin ist sein Orchestra, das EPJO zweimal im Jahr zu erleben und wenn, dann exklusiv im b-flat für jeweils 2 Konzertabende. Dort sind sie seit 8 Jahren Stammgäste, aus dem Programm des Clubs nicht mehr wegzudenken. Ed Partyka ist als Dirigent für Komposition und Arrangements verantwortlich, beherrscht bilingual sowohl „altdeutsche“ Unterhaltung als auch „neudeutsches“ Entertainment hervorragend.


Für das b-flat ist es längst keine Herausforderung mehr, eine 20-köpfige Big Band gastieren zu lassen. Das b-flat meistert das, indem der Club die erste Reihe dem Publikum klaut, dem EPJO in folgender Besetzung überlässt:


Vocals
Karin Meier


Saxophones & Reeds
Oliver Leicht, Florian Trübsbach, Malte Schiller, Yannick Glettenberg, Viktor Wolf


Trumpets
Felix Meye, Benny Brown, Christian Mehler, Jan Kaiser, Martin Aue


French Horn
Linus Bernoulli 


Trombones
Simon Harrer, Maurus Twerenbold, Robert Hedemann, Jan Schreiner


Piano Hendrik Soll
Bass Thomas Heidepriem 
Drums 
Reinhold Schmölzer


Conductor/Arranger/Composer: Ed Partyka


Ed Partyka Orchestra (EPJO)
Das ist das Markenzeichen – Unique Sales Point – seines Sounds:
Peppige Ansage, fetzige Musik, harte Kante, klare Linien, hohe Bühnenpräsenz, zeitgenössischer Big Band Power Sound.


Deshalb kann die Empfehlung nur lauten: Hingehen!



So klang es beim Konzert von Ed Partykas Orchestra vom 20.02.26 im b-flat:


„Trouble and Woe“

Die Drums von Reinhold Schmölzer starten mit viel Stakkato in den Anschlägen. Der Titel nimmt Fahrt auf. Schon ist das Baritonsax dabei mit schwerem Gerät sein Solo zu intonieren. Oliver Leicht rödelt die Lagen nur so rauf und runter, eine leise Ahnung von lässigen, coolen Jazz poppt auf. Die Big Band fängt Feuer und legt ordentlich Schmackes in ihre Sequenzen. Die Trompeten von Felix Meyer sowie Benny Brown setzen in hohen Lagen noch eins drauf. Die primär für den Rhythmus Verantwortlichen von Drums & Bass rocken und swingen was das Zeug hält. Ihr Spiel ist ein raffiniertes, polyrhythmisches Dazwischen von Rock und Swing. Anyway! Die Trompeten jubilieren ohne Unterlass. Die ganze Band produziert weiterhin ihren kompakten Sound mit viel Schmackes: Hier dröhnt der geballte Power Big Band Jazz von Ed Partyka und seinem Orchestra.


Derart aufgewühlt entlässt Ed sein Publikum in die Pause mit der Empfehlung einer vermutlich goldenen Wahrheit: „The More You Drink the Better We Sound“ 


„Ryhm a Ning“

Eine Komposition von Thelonious Monk, die mit leisem Trommeln der Drums anfängt. Das kriegen im Publikum nicht alle mit. Erst als die Anschläge schneller, kräftiger, lauter werden wird es bemerkt. Das Anfangstrommeln geht in ein feinfühliges Solo von Reinhold Schmölzer über. Es ist originell ein Solo des Drummers mal am Anfang zu bringen als – wie es die „Regel“ ist - am Ende eines Stückes. Die nun folgende Intervention der Bläser macht jetzt allen klar, dass ein neuer Titel Aufmerksamkeit verlangt. Ein „rockiger“ Swing – wenn es sowas gibt – treibt voran. „Darunter“ legt das Bass-Saxofon seine „nörgelnden“ Schleifen von ganz tief unten. Jetzt swingt es richtig, zumindest der Kontrabass von Reza Askari betreibt solche rhythmischen Läufe intensiv. Weitere Soli des Saxofone machen weiter. Als „Pausen-Füller“ trommelt jetzt der Schlagzeuger sein Solo. Dazwischen intervenieren Holz & Blech im Wechselspiel zwischen Bläsersätzen und den diversen Soli. Die Drums haben sich durchgerungen zusammen mit dem Bass swingende Passagen zu spielen. Darüber schmettert nun die Trompete von Felix Meyer in höchsten Lagen - „Ryhm a Ning“. 

 

So klang es beim Konzert von Ed Partykas Orchestra vom 13.09.25 im b-flat:


„Do As I Say (Not As I Do)”

Ohne Ansage geht´s direkt zur Sache. Drums, Bass & Piano legen rhythmisch vor, die Bläser gesellen sich dazu, noch bedächtig. Das Blech dominiert leicht, dann sind alle dabei. Der erste Einsatz einer solistische Posaune, die thematisch anstimmt. Verschachtelte Bläsersätze stoßen hinzu, es wird leiser, verhaltener, die Saxofone säuseln leise ihre Riffs, dann überfällt die geballte Power der Bläser den Titel. Es tönt jetzt nach einem akustischen „Das Imperium schlägt zurück.“ Die Posaunen haben weiterhin die Stimmführung, dann Ruhe, fast Stille. Das Sopran von Florian Trübsbach bindet seine solistischen Schleifen ins Thema, von der Combo diskret unterstützt. Das währt nicht lange, denn Ed Partyka dirigiert seine Bläser zum Einsetzen.


Da ist nun ein sehr kompakter Sound zu hören. Die „Brotherhood of Brass“ zieht sich zurück, überlässt dem Sopran noch ein paar Takte, bevor die Posaune solistisch weitermacht. Das ist der scharf schneidende – durch Trompeten/Flügelhörner verursachte - Auftakt, der als Gegenpol die tieflagigen Posaunen plus Tuba zu integrieren hat. Das ist der satte Sound eines Power Orchesters, das von Ed Partyka. Und das war seine Komposition - „Do As I Say (Not As I Do)”.



Zitate aus dem Konzertbericht vom 13.09.25 im b-flat


„Die Band – von Applaus begleitet - erobert gleichzeitig die Bühne von 2 Seiten, von hinten durch den Künstlereingang, von vorne durchs Publikum. Ed Partyka begrüßt das Publikum, fragt, ob Deutsch oder Englisch als Ansprache gewünscht sei, macht dann – wie oft - auf Englisch weiter.

 

„G.G.´s Last Dance” - Ansage

Der Titel verrät´s, ein Werk von Ed Partyka. Sie haben nur diese eine Ballade dabei, erläutert Ed smart. Dieser Titel sei: „softer, slower, nicer“ als die vorigen Stücke. Seine Ansage versprühen viel Entertainment, was positiv zu verstehen ist. Einige Erläuterungen zu G.G.´s Last Dance, das jedoch eine zu lange Geschichte sei, um sie hier zu erzählen. Lassen wir die Musik sprechen, genauer die Posaune(n).


„G.G.´s Last Dance” - Musik

Die Saxofonisten legen vor, greifen zu den Klarinetten: 3 Klarinetten plus 2 Bass-Klarinetten, es klingt nach Kammermusik. Das Blech fällt mit gestopften Hörnern ein, was neben der Intonation durch die Dämpfer verursacht ist. Ein weicher, eleganter Sound charakterisiert den Titel zurecht als Ballade mit kammermusikalischen Zungenschlag. Einen Tick Wagner-Soft mag auch rauszuhören sein. Jetzt aber die solistische Posaune von Simon Harrer, die mit balladesken Tonfolgen sich die Aufmerksamkeit erspielt. Plötzlich aufbrausendes Intermezzo durch die Bläser, die kurzzeitig die Ballade vergessen machen, dann sind wieder die runden, dabei kraftvollen Sequenzen der Solo-Posaune zu vernehmen. Tieflagig wird das ergänzt durch Kontrabass-Klarinette, Tuba & Bass-Posaune.


Jetzt blast Simon Harrer zum „Sturm auf die Bastille“, wenn nicht zum „Jüngsten Gericht“. Die ganze Band zieht mutwillig nach, ein wildes Spektakel macht sich breit. Auch der Rhythmus ist voll bei der Sache, sie schlagen und zupfen nahezu ekstatisch, um Holz wie Blech den ABSOLUT erforderlichen Support zu zollen, was mit souveräner Leidenschaft auch gelingt. Ein fetziger Big Band Sound erobert den Club, der das Publikum fesselnd in seinen Bann zieht. Mit irritierender Sanftheit nähert sich nun das Stück dem Ende, aber zuvor ertönen nochmals die tieflagigen Blechbläser, um dann gemeinsam das Thema zart auszublasen – „Brass Off“.

 

Es folgt eine Komposition von Charlie Parker, die gleich nach der Ansage gespielt werden wird. Zuvor sind noch Erläuterungen notwendig, die Ed unterhaltsam rüberbringt. Auf Deutsch würde der Titel - korrekt übersetzt – so lauten: “Klatscht-Auf-Wiedersehen“. Toller Titel! Noch Fragen?


„KLACTOVEEDSEDSTENE“

Der Song kommt gut Latin daher. Unterstützt wird der latinisierte Rhythmus durch die Holzbläser, die jetzt Flöten und Klarinetten blasen sowie den mit Dämpfern ausgestattetem Blech. Der Song könnte gut von Dizzy Gillespie sein, vermutlich hat Bird sich animieren lassen. Latin ja, aber das ist eher karibisches und kubanisches Flair, was der Rhythmus generiert, der sich wiederum von den Klangfarben eines Posaunen-Solo bereichern lässt. Die dann einfallenden Bläsersätze sind stets von messerscharfer Präzision, über die sich weiterhin das Solo der Posaune tieflagig erhebt.


Dann schiebt der sich ändernde Sound den Latin Tough beiseite und ein lustvolles Swingen in einer aktuellen Bob-Variante spielt sich in den Fokus. Das ertönende Klarinetten-Solo bildet einen spannenden Gegensatz zum Bob-Rhythmus, der gegen Ende erneut Latin Beats kreiert. „Klatschen zum Wiedersehen“ - Dizzy grüßt augenzwinkernd und dem Publikum gefällt´s sehr. 



Ankündigung b-flat
Das EPJO lädt die hervorragende Schweizer Sängerin und Komponistin Karin Meier ein, zum ersten Mal mit dem Orchester aufzutreten. Auch wenn dies Karins erster Auftritt in Berlin mit dem Orchester ist, kennen sich Ed Partyka und Karin Meier schon seit fast 20 Jahren und haben bereits mit dem Lucerne Jazz Orchestra und dem Zurich Jazz Orchestra zusammengearbeitet. Ed hat viele der Songs aus Karins von der Kritik gefeierten Album „From Sky to Earth and Back“ für Jazzorchester arrangiert, darunter Karins Eigenkompositionen sowie Songs von Bob Dylan und anderen Popmusik-Legenden. Natürlich werden auch die hervorragenden Instrumentalsolisten des Orchesters zu hören sein – das wird sicher eine unvergessliche Zusammenarbeit


website


Annoucement bflat
The EPJO will invite the outstanding Swiss vocalist and composer Karin Meier to perform with the orchestra for the first time. Even though this is Karin’s first performance in Berlin with the orchestra, Ed Partyka and Karin Meier have known each other for almost 20 years and they have previously collaborated with the Lucerne Jazz Orchestra and Zurich Jazz Orchestra. Ed has arranged many of the songs from Karin’s critically acclaimed album “From Sky to Earth and Back” for jazz orchestra, including Karin’s original compositions as well as songs from Bob Dylan and other pop music legends. Of course the excellent instrumental soloists of the orchestra will also be featured, in what will certainly be a memorable collaboration.



b-flat
Autor: Cosmo Scharmer