Hila Kulik Trio 17.09.26 A-Trane

Hila Kulik Trio 17.09.26 A-Trane
A-TRANE PRÄSENTIERT: HILA KULIK TRIO «A Journey To Swing, To Soul & Original Music»
Als virtuose Pianistin beherrscht Hila Kulik nicht nur die Genres Klassik und Jazz, sondern sie versteht es perfekt, Kompositionen, Themen jeglicher Art zum Swingen zu bringen. Demzufolge hat sich Hila Kulik in den 2 Jahren, in denen sie in Berlin lebt, arbeitet und konzertiert, einen hervorragenden Ruf erspielt.
Das Swingen betreibt sie durch ihre dynamische expressive Art in höchst individueller Weise, wobei auch ihr ganzer Körper in Bewegung, ins Schwingen gerät. Diese Austrahlung an verkörperter Musik überträgt sie im „Handumdrehen“ mittels weniger Akkorde wie Linien auf ihr Publikum, das eben dieser Faszination erliegt. Da bleibt nur zu sagen:
Hingehen!
Hila Kulik – Piano
Marc Michel – Drums
Thiago Duarte – Double Bass
SPECIAL GUEST: MARTINA BARTA – Vocal
Hila Kulik Trio
Hila Kulik liebt es, mit verschiedenen Formationen zu arbeiten und demzufolge war/ist sie sowohl als Solo-Pianistin, sowie im Duo als auch im Trio und Quartett zu hören. Dabei gibt es einzelne Musiker, die sie besonders wertschätzt, mit denen sie häufiger konzertiert. Dazu gehören u.a. Marc Michel an den Drums. Alle von Hila handverlesenen Musiker und die Vokalistin sind Teil der exzellenten Berliner Szene.
Das Trio wird zum Quartett
Beim letzten Konzert im ZigZag verfolgte sie etwas Neues. Mit Makar Novikov, Matan Assayag und der Vokalistin Maya Gour bleibt sie im Kern beim bevorzugten Trio, das jedoch durch die Stimme von Maya Gour bereichert wurde. Der Kern ihrer Formation bleibt auch beim anstehenden Konzert im A-Trane ein Piano-Jazz-Trio, das wiederum durch Gesang verstärkt, zum Quartett erweitert wird. Diesmal ist die Vokalistin Martina Barta mit von der Partie. Also? Ja. Hingehen!
Impressionen vom Konzert Hila Kulik Trio feat. Maya Gour 29.08.26 ZigZag
Solistische, lyrische Anschläge des Pianos stimmen ein. Dann geht´s mit dem Piano-Jazz-Trio weiter. Der Rhythmus besteht aus einem akzentuierten Swingen, in dem der Bass von Makar Novikov erste Figuren – mit dezenter Piano-Unterstützung - solistisch einfließen lässt. Es entwickelt sich ein kurzes Duo zwischen Bass & Piano, das in ein markantes Swingen gleitet, in dem Hila Kulik und Makar Novikov das Thema vorstellen.
Die Pianistin macht dann weiter mit einem ausgedehnten Solo. In den Figuren von Hila – den Anschlägen und Läufen – ist die große Lust am Spielen, am Musikmachen deutlich hör- und sichtbar. Der ganze Körper ist Musik. Die Pianistin trifft sich gelegentlich an gemeinsamen Punkten, um Themen anzureißen oder gemeinsam gespielten Passagen zu betonen. In der späteren Ansage erfährt da Publik, das der Titel brandneu sei, erst vor wenigen Tagen geschrieben und noch ein „Arbeitstitel“ sei.
„More Than a Change“
Mit diesem Titelsong des aktuellen Albums „schwingt“ das Konzert weiter voran, auch ein balladenhaftes „Schreiten“ wäre keine ganz falsche Zuordnung. Es ist ein langsames Arrangement, das Hila ihrer Komposition im verschleppten Tempo verpasste. Das Thema wird dezent wie unisono von Bass und Piano vorgetragen. Das Thema leitet über in ein Solo des Basses, indem Makar Novikov zeigen kann, warum er hier dabei ist. Sein Solo wird sanft durch die mit den Besen geschlagen Drums von Matan Assayag begleitet, ein paar diskrete Akkorde des Pianos gibt es obendrauf. Das Bass-Solo wechselt in den Basis-Rhythmus. Darüber und darunter schlägt Hila ihre ausgereiften Figuren als Akkorde und perlende Linien. Gegen Ende ist es an den rollenden Wirbeln des Schlagzeugs, das Thema dynamisch zu steigern, um es dann gemeinsam als Trio ausklingen zu lassen.
„Lover, Come Back To Me”
War das vorherige Stück wohl zum Ein- und Warmsingen konzipiert, so kann jetzt die Vokalistin richtig loslegen, was sie auch tut. Der „Lover“, der zurückkommen soll, ist eine sehr schnell gespielte Interpretation, die Drums & Bass fetzig vorantreiben. Dazu gesellt sich der Gesang, was zur Verstärkung des Songs im Sinne von „Hot“ beiträgt. Maya Gour artikuliert ihren Gesang mit gekonnter Jazz-Phasierung wie Intonation. Das ist richtig gut und das ist keine Selbstverständlichkeit für eine klassische Oper singende Stimme. Jazzsingen muss man/frau können und wollen. Bei Maya Gour trifft beides zu. Dann kann es Hila nicht lassen, die Vokalistin nach Herzenslust mit griffigen Akkorden und quirligen Läufen bestens zu unterstützen. Na, da muss der „Lover“ aber zurückkommen.
Hebräisches Lied
Es beginnt sanft mit einem melodischen Thema, das die Vokalistin klassisch als Lied, als Song intoniert. Zunächst unterstützt die Pianistin noch diskret den Gesang, dann übernimmt sie die Stimm- und Themenführung und zelebriert eine jazzige Version des Liedes, in das sie zu guter Letzt noch einen Schlenker Latin reinschummelt. Das alles kommt beim Publikum gut an, wird mit entsprechendem Applaus honoriert.