Maria Baptist Trio & Guests 22.06 bis 27.06.26 A-Trane


Maria Baptist Trio & Guests 22.06 bis 27.06.26 A-Trane

A-TRANE PRÄSENTIERT SUMMERWEEKCONCERTS
JAZZ VERSUS SOCCER - Maria Baptist Trio

23.06 & 24.06.26 - Maria Baptist Trio
Maria Baptist – Piano
Fabian Timm – Bass
Heinz Lichius – Schlagzeug

Das Maria Baptist Trio eröffnet die Sommerkonzerte am 23.06 mit dieser Besetzung, die an allen Tagen des Konzertes zu hören sein wird:
Maria Baptist – Piano
Fabian Timm – Bass
Heinz Lichius – Schlagzeug

Die Berlinerin Maria Baptist ist sowohl als Solo-Pianistin als auch als Leiterin einer Big Band (Maria Baptist Orchestra) zu erleben. Dazwischen bildet ihr festes Trio mit Fabian Timm & Heinz Lichius den rhythmisch-harmonischen Kern, mit dem ihre Kompositionen und Arrangements im zeitgenössischen Jazz präsentiert werden. Die Erweiterungen vom Trio zum Quartett wie zum Quintett zeigen weitere Facetten ihres Jazz-Spektrums. Bei den anstehenden Konzerten handelt es sich um stilistischen Variationen ihrer Kompositionen, die im Trio und Quartett anders arrangiert sind. Das gilt es zu erleben.


Was folgt daraus? Genau. Hingehen!


Am 25/26/27 Juni wird das Maria Baptist Trio durch spezielle Gäste verstärkt:

Do 25.06
Philip Sindy – Trumpet, Flugelhorn

Fr 26.06
Gabriel Coburger – Tenor Saxophone, Flute

Sa 27.06
Jan von Klewitz – Alto Saxophone

Was wird zu hören sein?
Einen Eindruck, was die Besucher erwarten könnten, geben die folgenden Beschreibungen der repräsentativen Titel aus dem Live-Konzert im A-Trane.


Maria Baptist Quintett - Konzert im Berliner A-Trane 22.03.2022

Album ESSAYS ON JAZZ – Recorded Live at Jazzclub A-Trane Berlin, March 2022


Maria Baptist – Piano & Compositions
Jan von Klewitz – Alto Saxophone
Richard Maegraith - Tenor Saxophone / Bassclarinet
Fabian Timm - Bass
Heinz Lichius – Drums


„Here and Now“


Der Auftakter ist so was wie eine Erkennungsmelodie des Maria Baptist Orchestras. Kurze Anschläge de Pianos, die unterstützt vom Bass, direkt zur Melodie überleiten. Die wird unisono von den Bläsern elegant präsentiert. Das Thema entwickelt sich zu ineinander verschachtelten Melodiebögen. Rhythmisch ist das Thema markant akzentuiert, das alle mit den notwendigen Präzision erfüllen. Verhaltene Figuren des Basses, diskret unterstützt von einzelnen Pianoanschlägen, wird das Thema solistisch variiert. Jetzt ist das Alt von Jan von Klewitz dabei, das Thema fortzuführen. Sein Solo erhöht die Spannung, bindet gefällige melodische Schleifen. Ähnlich, nur von Klangfarbe und Stil der Improvisation unterschiedlich, versprüht das Tenorsax von Richard Maegraith seinen Elan in diesen balladenhaften Song mit seinem akzentuierten Rhythmus. 


„The Bright and the Dark“


Alt-Sax und Piano spielen im Duo, ihr Lied wirkt kammermusikalisch. Das Thema stellt sich vorsichtig vor und ist zugleich Gelegenheit, für ein Solo des Altsaxofons: lange bedächtige Linien, ruhig erzählt das Altsax Geschichten von Schönheit in lebendiger Präsenz. Das Tenor kommt unterstützend hinzu. Auch die andern tragen ihren Part zum Gelingen der Ballade bei. Das Piano lässt den Titel wie angefangen kammermusikalisch ausklingen. Fast, denn die Bassklarinette von Richard Maegraith reichert die Geschichte mit ihren warmen Klangfarben an. Kaskaden des Pianos, gestrichener Bass und zuletzt das exzellente Solo von Maria Baptist komplettieren diesen Titel.


„Longing“


Schon wartet mit Longing das nächste Stück. Das überzeugt durch den lässig souveränen Swing, den das Quintett anbietet. Hervorragend das Zusammenspiel von Piano, Bass und Drums, wobei sich Trommler Heinz Lichius ein rhythmischen Augenzwinkern nicht verkneifen kann.


Wieder macht ein Solo des Alto Saxofons Lust auf Mehr. Ebenso das folgende Tenorsolo. Im Bewusstsein von Tradition und aktueller Spielweise erhöht der volle Sound des Tenors weiter die Spannung. Solistisch übernimmt jetzt die „Frau am Klavier“ den Ausbau des Themas durch ihr Solo, das schwingt und swingt, emotional packend. Dann erklingt wieder die wunderbare Melodielinien durch die Bläser. Die Komposition ist ein zeitgenössisch swingender Titel in all seinen Facetten. Ganz subjektiv: Das Thema hat Geist und Substanz von Charles Mingus, das Fabian Tim am Bass im Sinne des Meisters realisieren kann.


„The Moon Stood Still“


Sanfte Anschläge des Pianos, die in den Titel einführen, bis die zarten melodischen Bögen das Thema erkennen lassen. Die Ballade auszuschmücken übernimmt jetzt Maria Baptist mit ihren Akkorden und Fingerläufen. Eine klassische Ballade? Eher zeitgenössisch, denn der Titel kommt ohne Tristesse oder Melancholie aus, die viele traditionelle Balladen etwas schwermütig machen. Hier nicht, denn Ausstrahlung und positive Energie überzeugen selbst in dunklen Wintertagen. Dergleichen zeigt das Spiel von Altsaxofonist von Jan von Klewitz, der seine Lebensfreunde in den Song bläst. Da fehlt nur noch ein Solo des Basses von Fabian Timm, der den Esprit des Komposition in seinen Läufen voller Stille widerspiegelt. 


„Running“


Obwohl ein rhythmisch fetziger wie harmonisch balancierter Song, verzichtet der Titel auf gängige rockige Beats oder populäre Funk-Rhythmen. Die dynamischen und energetischen Effekte werden anderweitig erreicht: durch musikalisch Qualität und Originalität. Wildes Piano, eine Handbreite in Freie schlagend, dann die quirligen Bläser mit Unruhe und Bewegung. Unisono kommt das Thema von den Holzbläsern, polyphon geblasen. Verschachtelt wie raffiniert gibt sich der Rhythmus, den die Jungs präsentieren. Derart sind auch die schnellen Eruptionen des Tenorsaxofons von Richard Maegraith: hoch, schnell, agil. Jan von Klewitz, der seinem Kollegen am Tenor nicht nachstehen will, kann durch sein Alt das kongenial bestätigen. Während der diversen Soli knallt die Band ihren Mitstreitern und dem Publikum den Power Sound um die Ohren. Das kann auch Drummer Heinz Lichius und schlägt souverän seine Vorstellung vom energetischen Schlagzeugspielen ins Thema, wobei die melodischen Akzente seines Spiels keinen Widerspruch darstellen. Running, der Titel ist Programm.

 

Ankündigung A-Trane
„Maria Baptist
 gehört zu den profiliertesten Pianistinnen und Komponistinnen des zeitgenössischen Jazz. Deutschlandfunk Kultur nennt sie »eine der großen Jazzmusikerinnen aus Deutschland«, All About Jazz beschreibt ihren Klavierstil als »unendlich intelligent und stilvoll«. Sie wurde fünf Mal für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert, darunter für Soloklavier-, Kammerjazz- und Jazzorchester-Produktionen.

Ein zentraler Bezugspunkt ihrer Musik ist das Trio mit Fabian Timm am Bass und Heinz Lichius am Schlagzeug. Hier ist im kleinen Format das Großorchestrale ihres Werkkatalogs hörbar: Kompositionen fließen ineinander, formen suitenhafte Rahmen, weite Spannungsbögen wechseln zwischen Intimität und Kraft, Improvisationen durchziehen die Stücke und verweben sich mit dem Material.

In der Reihe Five Special Nights: Trio & Guests spielt das Trio zunächst zwei Konzerte. Danach erweitert Maria Baptist die Besetzung jeweils an einem eigenen Abend mit Philip Sindy, Gabriel Coburger und Jan von Klewitz.“

Announcement A-Trane
Maria Baptist
 is one of the most distinctive pianists and composers in contemporary jazz. Deutschlandfunk Kultur refers to her as “one of Germany’s greatest jazz musicians,” while All About Jazz describes her piano style as “infinitely clever and classy.“ She has been nominated five times for the German Record Critics’ Award, including solo piano, chamber jazz, and jazz orchestra productions. 

A central focus of her music is the trio with Fabian Timm on bass and Heinz Lichius on drums. Here, the orchestral dimension of her music becomes audible in a small format: compositions flow into one another, forming suite-like structures; extended arcs of tension move between intimacy and power; improvisations run through the pieces and intertwine with the written material.

 As part of the series Five Special Nights: Trio & Guests, the trio opens with two concerts. Maria Baptist then expands the ensemble on separate evenings with Philip Sindy, Gabriel Coburger and Jan von Klewitz. 








A-Trane
Autor: Cosmo Scharmer