rejazz-festival 19.11 bis 21.11.26 Kunstfarbik Schlot

rejazz-festival 19.11 bis 21.11.26 Kunstfarbik Schlot
Die Idee stammt von der – in Berlin wirkenden - holländischen Sängerin/Vokalistin Jacobien Vlasman, die mit dem Festival besonders die weiblichen Bandleader fördern will.
Eine weitere Idee des Festivals ist es, dass musikalische Qualität die Priorität vor irgendwelchen Quoten habe. Deshalb sind auch Männer in den Formationen zu finden. Nichtsdestotrotz haben die einzelnen Jazzerinnen die Mitglieder ihre Bands nach inhaltlichen Kriterien, nicht nach Gender-Kategorien, ausgesucht.
Kuratorin Jacobien Vlasman hat verschieden Musikerinnen handverlesen ausgewählt, das rejazz-Festival zu bestreiten, um ihre Kompositionen und Arrangements vorzustellen.
Nachfolgend werden die Ankündigungen des Schlots, die auf den Materialien der Musikerinnen beruht, 1:1 übernommen. Zu einzelnen Konzerten des rejazz-festivals wird es in Kürze detaillierte Empfehlungen in gewohnter Weise geben. Also dranbleiben.
Ankündigung Schlot
Das rejazz-festival feiert 2026 seine siebte Ausgabe im Jazzclub Schlot und steht weiterhin für neue Perspektiven im Jazz. Im Mittelpunkt stehen herausragende weibliche Bandleaderinnen und Co-Bandleaderinnen, die mit künstlerischer Eigenständigkeit und Vision auftreten – im Dialog mit internationalen Gästen und der Berliner Szene. Drei Tage lang zeigt das Festival, wie vielfältig, eigenwillig und lebendig Jazz heute klingt – mit Ariel Bart, Silke Eberhard, Kika Sprangers, Liz Kosack, Julie Campiche und Aki Takase.
rejazz-festival – DAY 1 – Ariel Bart Trio / Silke Eberhard Trio
rejazz-festival – DAY 2 – Kika Sprangers Quintet / Liz Kosack – **Y**
rejazz-festival – DAY 3 – Julie Campiche – Solo / Aki Takase & DJ Illvibe & Kofie da Vibe
rejazz-festival – DAY 1 – Ariel Bart Trio / Silke Eberhard Trio 19.11.26
Ariel Bart Trio - Ankündigung Schlot
„Bart has a gift for a nostalgic melody … Her clear tone is beautiful and haunting … Many of the tracks sound like soundtracks to imagined films.“ – London Jazz News.
Das rejazz-festival eröffnet mit der israelischen Musikerin Ariel Bart und ihrem Trio. Mit der chromatischen Mundharmonika betritt sie mutig musikalisches Neuland und verbindet elegant modernen Jazz, klassische Elemente und nahöstliche Einflüsse. Gemeinsam mit Arseny Rykov und Fabian Timm erforscht die in Berlin lebende Komponistin ein kammermusikalisches Klanguniversum, das von kinematografischen Texturen und emotionaler Dichte getragen wird. Es entsteht ein feinsinnig austariertes Gefüge, das die Balance zwischen zerbrechlicher Wärme und expressiver Intensität hält – eine Einladung in eine Welt voller Nostalgie, Offenheit und filmischer Spannung.
Besetzung
Ariel Bart – chromatic harmonica
Arseny Rykov – piano
Makar Novikov – double bass
Silke Eberhard Trio - Ankündigung Schlot
20 Jahre Silke Eberhard Trio: Ein Fest der stilistischen Freiheit mit improvisatorischer Intensität, Humor und ungezähmtem Groove! „Bold, fearless, and unflinchingly original … adventurous jazz … fiercely alive.“ – All About Jazz
Punktlandung zum rejazz-festival: Im Jahr 2026 feiert das Silke Eberhard Trio sein stolzes 20-jähriges Bestehen! Gegründet 2006 gemeinsam mit Jan Roder und Kay Lübke, reicht die gemeinsame Geschichte der drei Ausnahmemusiker sogar bis in die Mitte der 1990er-Jahre zurück – ein tiefes, blindes Vertrauen, das in jeder Note spürbar ist. In der Tradition klassischer Saxofon-Trios bewegend, besticht die Band durch improvisatorische Intensität, Spielwitz und eine enorme stilistische Freiheit. Das Trio verarbeitet Eberhards komplexe, wendige Eigenkompositionen mit spielerischer Virtuosität und verwebt sie zu einem unverwechselbaren, dichten Beziehungsgeflecht.
Besetzung
Silke Eberhard – sax
Jan Roder – bass
Kay Lübke – drums
rejazz-festival – DAY 2 – Kika Sprangers Quintet / Liz Kosack – **Y** 20.11.26
Kika Sprangers Quintet - Ankündigung Schlot
„Kika Sprangers fasziniert mit einem Saxophonsound von seltener, dunkler Schönheit. Ihre Kompositionen besitzen eine cineastische Tiefe, die den Hörer auf eine Reise ins Innerste mitnimmt.“ – Jazz nu
Von tiefer Stille bis hin zu orchestraler Wucht: Das ist das weitreichende Klang- und Farbspektrum der Saxofonistin und Komponistin Kika Sprangers. Mit ihrem ausdrucksstarken, melodischen und dunklen Saxophonsound gilt sie als eine der prägendsten und führenden Stimmen der zeitgenössischen niederländischen Jazzszene – ein Ausnahmestatus, der 2025 mit dem renommierten Edison Jazz National Award für ihr Album (In)finity eindrucksvoll untermauert wurde. Ihr Spiel wird in der Kritik oft mit einem Gemälde von Mark Rothko verglichen: In ihren musikalischen Farbflächen verbergen sich emotionale Unterströme, die das Publikum unweigerlich in ihren Bann ziehen.
Auf ihrer Release-Tour zum brandneuen Album präsentiert das Quintet beim rejazz-festival das Projekt river, river – Kika Sprangers’ bislang persönlichstes Werk, das den Fluss als kraftvolle Metaphorik für das menschliche Leben nutzt. Gemeinsam mit ihrem hochkarätig besetzten Ensemble erschafft sie eine einnehmende Klangwelt, in der auch die meist wortlose, schwebende Stimme von Anna Serierse nahtlos mit dem warmen Saxofonsound verschmilzt.
Besetzung
Kika Sprangers – saxophones
Anna Serierse – vocals
Koen Schalkwijk – piano, wurlitzer
William Barrett – bass
Wouter Kühne – drums
Liz Kosack – **Y** - Ankündigung Schlot
„Liz Kosack bricht mit den herkömmlichen Rollenklischees ihres Instruments. Auf ihren Synthesizern kreiert sie dichte, hochgradig originelle Klangwelten voller organischer Expressivität, die die Grenzen zwischen analoger und digitaler Musik vollkommen verwischen.“ – SWR-Jazzpreis-Jury
Das radikale Trio **Y** rund um die SWR-Jazzpreis-Trägerin Liz Kosack bringt interdimensionale Klangkunst und Space-Jazz live auf das rejazz-festival 2026. Als Synthesistin lotst die in Berlin lebende Ausnahmeerscheinung ihr Instrument bis an die Grenzen des Ausdruckspotenzials, um elektronischen Klängen eine zutiefst organische, retro-futuristische Sprache zu entlocken. Oft auf der Bühne maskiert auftretend, verbindet sie ihre musikalische Vision spielerisch mit visueller Kunst. Das 2014 gegründete Trio **Y** vereint mit Kosack, dem Norweger Dan Peter Sundland und dem Australier Steve Heather drei radikale Freigeister der internationalen Improvisationsszene. Sie zelebrieren einen heftigen, treibenden und psychedelischen Mix, der Richtung Free-Rock’n’Roll und Space-Jazz steuert. Sundlands expressives Bassspiel und Heathers ungezähmte Groove-Virtuosität bilden das perfekte Fundament für Kosacks interdimensionale Synthesizer-Exkursionen – eine von der Presse als „grenzgenial“ gefeierte Reise in die vierte Dimension!
Besetzung
Liz Kosack – synthesizer
Dan Peter Sundland – electric bass
Steve Heather – drums
rejazz-festival – DAY 3 – Julie Campiche – Solo / Aki Takase & DJ Illvibe & Kofie da Vibe
Julie Campiche – Solo - Ankündigung Schlot
„…a visionary… music of intimacy, restraint and conviction… remarkable“ – The Guardian
Die Schweizer Harfenistin Julie Campiche befindet sich auf einem fortlaufenden Innovationskurs mit ihrem Instrument. Als wegweisende Pionierin hat sie die Harfe auf vollkommen organische Weise in die Welt des Jazz und der aktuellen Musik integriert. Durch die subtile Erweiterung ihres Instruments mit elektronischen Effekten hat sie eine tief persönliche, unverwechselbare Klangsprache entwickelt. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit und Auszeichnungen wie dem Schweizer Musikpreis sucht sie in ihren Projekten stets nach dem unendlich Universellen in den Tiefen der Intimität.
Mit ihrem Solo-Projekt „Unspoken“ bricht Julie Campiche in eine neue, zutiefst berührende Dimension auf. Inspiriert von Virginia Woolfs berühmtem Satz „For most of history, Anonymous was a woman“ widmet sie dieses Programm den Frauen und der weiblichen Kraft. Jede Komposition erzählt die intime Geschichte einer Frau – ob berühmt oder anonym, aus der Vergangenheit oder der Gegenwart. Angetrieben von einem tiefen Bedürfnis nach Verbundenheit verleiht Campiche mit ihrer Harfe, elektronischen Effekten und Spoken-Word-Elementen jenen Frauen Gehör, die allzu oft unsichtbar gemacht wurden. Es entsteht ein faszinierendes, elektroakustisches Klanguniversum voll unmittelbarer, cinematographischer Schönheit. „A remarkable solo performance full of immediate emotion […] reminiscent of the enigmatic sound worlds of a David Lynch film.“ – nwrjazz (D)
Besetzung
Julie Campiche – harp, fx, voice
Julie Campiche – Solo – Unspoken
Aki Takase & DJ Illvibe & Kofie da Vibe Ankündigung Schlot
„Aki Takase ist eine Urgewalt am Klavier. Ihre Musik ist ein funkelndes, unberechenbares Fest voller Spielwitz, visionärer Tiefe und stilistischer Grenzenlosigkeit.“ – Jazz Podium
Ausgezeichnet für ihr Lebenswerk mit dem Deutschen Jazzpreis 2026, prägt Aki Takase seit Jahrzehnten die internationale Jazzwelt wie kaum eine andere Künstlerin. Ob an der Seite von Weltstars oder in bahnbrechenden Soloprojekten – Takase sprengt mit ihrer unverwechselbaren Virtuosität und kreativen Neugierde alle Genregrenzen.
Den grandiosen Schlusspunkt des Festivals bildet eine explosive Begegnung: Jazz-Avantgarde trifft auf Urban Club Culture. Aki Takase, der Ausnahme-Turntablist DJ Illvibe (bekannt u. a. von Seeed) und der Tänzer Kofie da Vibe erschaffen ein pulsierendes, mehrdimensionales Klang- und Bewegungsumfeld. Klang, Bewegung und abstraktes Storytelling verbinden sich hier zu einem radikalen, generationsübergreifenden Dreiergespann, das sich im Live-Moment gegenseitig neu erfindet. Ein kraftvolles, unberechenbares Highlight in den Zwischenräumen von Improvisation und Körperlichkeit!
Besetzung
Aki Takase – piano
DJ Illvibe – turntables, fx
Kofie da Vibe – dance