STEPHANIE LOTTERMOSER 16/17.05.25 A-Trane


STEPHANIE LOTTERMOSER 16/17.05.25 A-Trane


Stephanie Lottermoser – Tenorsaxophone, Vocals
Maik Schott – Keys
Robert Schulenburg – Bass

Tobias Held – Drums


Aktuelles Album „In-Dependence“


Weitere Titel im Detail


“Chicos”

Wenige ruhige Sequenzen des Saxofons machen den Auftakt. Drums, Bass & Piano kommen hinzu, bleiben im Hintergrund, begleiten zurückhaltend. Im Vordergrund bläst die Tenoristin ihre Sequenzen in den Titel. Sie bevorzugt deutlich wenige, lang gehaltene Töne als schnelle Salven oder gar eruptive Ausbrüche des Horns. Ein kurzer wie gefälliger Song.



Die Kürze der Titel ist ein Kennzeichen ihrer Musik, die nur  der Ausnahme des Titel-Songs die 5 min erreicht. Für Freunde ihrer Musik ist das sicher viel zu wenig. Das kann auch von „About the No“ gesagt werden. Das ist der kürzeste Song des Albums, der nur 2:08 min dauert. Über den durchlaufenden, rockenden Rhythmus bläst das Sax kurz wie einsam seine Tonfolgen.



„Gotta Do Something“

Es bleibt bei den geraden wie sparsamen Beats der Jungs vom Rhythmus. Dazu gibt es Kostproben ihres Gesangs, die einen leichten Tough ins Soulige verströmen. Die Stimme der Vokalistin ist hier unangefochten im Fokus, auch wenn etwas später die „Orgel“ mit einem dezenten, fast swingenden Einsprengsel solistisch sie ablöst. Danach ist wieder die beschwörende Stimme der Sängerin zu hören, die ins Balladenhafte wechselt – das alles bei Funky Beats.



“Bring Your Own Sunshine”

Eine Riff-Figur des Basses legt vor, unterstützt von Drums wie Keyboard. Das Tenorsaxofon hat die uneingeschränkte Stimm- und Themenführung inne. Das lässt sie auch in den folgenden Improvisationen nicht mehr los. Ein knarrender, knorziger E-Bass kann sich zwischenzeitlich Gehör verschaffen. Zumindest so lange, bis das Sax wieder seine Geschichten erzählt: sparsame, aber länger gehaltene Töne, nicht richtig cool, aber auch nicht unbändig expressiv. So moderat dazwischen. Themenwiederholung, schon ist Schluss.



„Just the Night“
Der Gesang ist ähnlich wie beim Titel „Gotta do Something“, zumindest was den Aspekt der beschwörenden Intonation von Stephanie Lottermoser betrifft. Hier ist sie mit einem leicht rauchigen Timbre zu hören. Das Solo des E-Pianos ist so kurz wie nahe am Klangcharakter einer agilen E-Gitarre. Ansonsten ist der Song ein gutes Beispiel ihrer Singer/Songwriter-Qualitäten. Auch der Titel „Rise“ steht im Fokus der Stimme von Stefanie Lottermoser und kann gleichermaßen als ein repräsentativer Titel des Genres betrachtet werden. Da sind zusätzlich noch die Sequenzen des Tenors, die für den Sound unabdingbar sind. Die Wiederholung des Themas ist dann erneut Sache der Stimme.



„Ikigai“

Der Song könnte auch lauten: Featuring the man at the Organ. Hier ist Gelegenheit für den Keyboarder, mal sein Vorliebe für verhaltene, aber wirkungsvolle Orgel-Sounds etwas länger auszuleben. Natürlich wird das Orgel-Unterfangen von Stefanie Lottermosers solistischen Exkursionen bald wieder eingefangen.



Ankündigung A-Trane

 

“Erleben Sie eine Künstlerin, die die Grenzen zwischen Jazz, Soul und Pop mit Leichtigkeit und Eleganz auflöst: Stephanie Lottermoser. Mit ihrem einzigartigen Sound und ihrem beeindruckenden Bühnencharisma zieht sie ihr Publikum in den Bann und entführt es auf eine musikalische Reise voller Emotionen, Energie und Virtuosität.


Die preisgekrönte Saxophonistin und Sängerin hat sich national und international einen Namen gemacht und begeistert mit ihrer unverwechselbaren Handschrift. Ihre Musik ist eingängig, doch niemals beliebig, emotional tiefgehend und zugleich erfrischend leicht. Ihr Sound zeichnet sich durch Optimismus, Melancholie und mitreißenden Groove aus. Mit ihrem Mix aus musikalischer Exzellenz, Bühnenpräsenz und Authentizität begeistert sie Fans und Presse gleichermaßen, zuletzt u.a. beim EFG London Jazz Festival (UK), dem Bob Collymore Festival Nairobi (KEN), dem Jazzomania Festival in Santo Domingo (DR), oder bei Jazz Baltica und dem Elbjazz Festival in Deutschland.


Ihr zuletzt veröffentlichtes Album IN-DEPENDENCE unterstreicht ihre künstlerische Freiheit und den Anspruch, sich stets neu zu erfinden. Es verbindet klare kompositorische Strukturen mit subtiler Virtuosität und einer emotionalen Tiefe, die ihr Publikum von der ersten bis zur letzten Note fesselt. Die renommierte Süddeutsche Zeitung zählte das Album zu den besten 100 Jazz-Veröffentlichungen weltweit des Jahres 2022 und schreibt zuletzt über Stephanie Lottermoser live:


«Ein Drive, der die Sonne aufgehen lässt und einem gleichzeitig den Boden unter den Füßen wegzieht. Und damit auch zu einem frühen Fazit führt: Eigentlich ist jedes der Stücke zu kurz.»

Süddeutsche Zeitung“

 





A-Trane
Autor: Cosmo Scharmer