Tobias Meinhart Berlin People 11.08 bis 15.08.26 25 A-Trane

Tobias Meinhart Berlin People 11.08 bis 15.08.26 25 A-Trane
A-TRANE PRÄSENTIERT ARTIST IN SUMMER RESIDENCE:
Tobias Meinhart – Berlin People – Special Guest Kurt Rosenwinkel
Es ist für Tenorsaxofonist Tobias Meinhart zur schönen Gepflogenheit, ja zur Tradition geworden, in Berlin zu spielen – manchmal ist es „nur“ ein Konzert. Meistens konzertiert er im Kontext der Sommer-Konzerte jedoch eine ganze A-Trane-Woche, also 5 Tage.
Tobias Meinhart hat die schöne Qual der Wahl: Spielt er mit seinen mitgebrachten, exzellenten Kollegen aus Manhattan/Brooklyn oder greift er auf die ebenbürtige Qualität seiner Berliner Mitgestalter zurück. Tja! Diesmal konzertiert sein Quartett mit den „Leuten von hier“, also den Berlin People. Alle kennen sich gut, verstehen sich umso besser und das ist im Live-Konzert intensiv zu spüren.
Aber halt. Was ist mit Kurt Rosenwinkel? Gehört der zur Beliner Szene? Oder ist er Teil der New Yorker Community? Beides ist richtig und demzufolge sind es gute Gründe die Berlin-New York Connection live zu erleben.
Also? Genau. Hingehen!
Tobias Meinhart – Tenor- & Sopransaxofon
Kurt Rosenwinkel – Gitarre
Ludwig Hornung - Piano
Tom Berkmann – Bass
Mathias Ruppnig - Drums
Persönliche Info von Tobias Meinhart
„Hallo,
Ich hoffe, Ihr genießt den Sommer. Kennt Ihr das nach einem Urlaub? Einerseits könnte man problemlos noch zwei Wochen dranhängen. Andererseits merkt man plötzlich wieder, worauf man sich eigentlich gefreut hat. Neue Ideen, neue Musik, neue Pläne. Bei mir beginnt gleich eine Woche, auf die ich mich jedes Jahr freue. Sie ist in den letzten sechs Jahren zu einem meiner Highlights geworden. Los geht's am Samstag im Jazzkeller Frankfurt. Ab Dienstag beginnt dann unsere Sommerwoche im Berliner A-Trane mit Kurt Rosenwinkel. Vergangenes Jahr waren alle fünf Abende ausverkauft. Wer dabei sein möchte, reserviert am besten rechtzeitig. Ich würde mich sehr freuen, Euch in Frankfurt oder Berlin zu sehen.
Bis bald,
Tobias“
Berlin Peolple
Das sind: ausgezeichnete Musiker, viele wunderbare Kompositionen/Arrangements, individuelle Fähigkeiten, die sich in der Kunst der Improvisation manifestieren, zeitgenössicher Jazz vom Feinsten. Da kann „eigentlich und uneigentlich auch“ nichts schiefgehen. Und deshalb muss gesagt werden: Hingehen!
Als anregende Kostprobe sei hier die Beschreibung von „Sonic River“ aus dem Konzertbericht vom 19.08.23 im A-Trane wiedergegeben:
„Sonic River“ - The Art of Tenor Sax
Charakteristisch für die Vorstellung vieler Titel der Konzertreihe ist der Starten durch den Bass. So auch hier. Der Bass von Tom Berkmann leitet mit einer Ostinato-Figur ein, die er variiert, in sein erstens Solo wandelt. Praktisch! Drums und Piano fallen rhythmisch ein, während Sax und Gitarre das Erkennungsthema melodisch zu Schwelgen bringen. Die Gitarre setzt sich als erstes ab, Charles Altura greift und zupft Akkorde, die solistisch verwendet werden, bevor die einzelnen Töne – im Wortsinn – wieder die Oberhand gewinnen. Seine Finger erwecken schöne melodische Linien zum Leben.
Der Titel ist etwas für melodische Gourmets, die im Publikum zahlreich vorhanden sind und ihr Wohlgefallen lautstark bekunden. Was der Gitarre recht ist, ist dem Tenor billig. Seine Sequenzen fliegen in schnellen Salven aus dem Sax, sein Spiel entwickelt sich zu freien Intonationen voller starker Emotionen – The Art of Tenor Sax. Sonic River wird dann zu einem ruhigeren Gewässer, kammermusikalisch schwindet er dahin, haucht sich aus.
„Berlin People“
Das Titelstück des Albums ist repräsentativ für das Konzert und zeigt gut die Struktur: Bass und Drums legen los, Sax und Gitarre stellen unisono das Thema vor, kurz danach beginnen die ersten Soli. Währenddessen liefert ein polyrhythmisches Trommeln ergänzende Akzente in den komplexen Gruppen-Sound. Rhythmischer Wechsel. Jetzt swingt ein Piano-Jazz-Trio auf höchstem Niveau, ergänzt von virtuosen Soli von Tenorsax und Gitarre.“
„Spiritual“
„Die Komposition stammt von Lorenz Kellhuber und ist nichts weniger als eine Hymne an den Geist schlechthin. Das Piano stellt die thematischen Linien vor, sensibel ergänzt die Gitarre mit langgezogenen Tönen. Für eine kurze Zeitspanne entsteht ein Duo. Der Titel besticht durch Stille, die Drums werden behutsam mit Klöppeln touchiert, der Bass liefert sparsamste Figuren. Das ist Hymne pur. Und „Trane“ blinzelt herüber, erfreut sich an Geist und Materialisierung hier im Konzert. Das Thema nimmt Fahrt auf, dramatisiert sich zunehmend. Die verhaltenen Anschläge des Pianos werden kräftiger, um in stakkatohaften, knallenden Anschlägen zu münden. Dergleichen ist vom Rhythmus zu hören.
Die Spannung wächst kontinuierlich, erreicht ihren Höhepunkt in einem ekstatischen Spielen des Piano-Trios. Die Stimmen von Gitarre und Tenor können sich dieser aufwallenden „Orgie“ nicht entziehen, vervollständigen in ihren Soli diese akustische Materialisierung des Geistes. Bei den solistischen Sequenzen des Tenors von Tobias Meinhart lächelt „Trane´s“ Spirit sogar.“
„Persuit of Happiness“
„Ein melodisches Thema, das Sax und Gitarre zusammen eröffnen. Drums und Walking Bass liefern einen markanten Rhythmus, der von Gitarrenakkorden lässig unterstützt wird. Es obliegt dann dem Solo des Tenors emotional bewegte Schleifen und Figuren in den Titel zu schleudern: auch in hohen Lagen, die leicht ins Schrille kippen. Hier wie auch in vielen anderen Soli von Tobias Meinhart ist das Erzählen von Geschichten ein wesentliches Merkmal seiner Spielweise, gleich welcher Stil, welche Sprache des Jazz verwendet wird. Das folgende Solo des Bass konzentriert sich auf das Wesentliche des Themas, während Pianist Lorenz Kellhuber die Chance ergreift, sich freizuspielen. Mit wilden Anschlägen sowie Cluster hämmernd, jagt er die Tastatur rauf und runter, ein ungemein ekstatisches Solo berstet aus dem Steinway-Flügel. Die stetige Wiederholung des knappen Titelthemas nutzt Mathias Ruppnig zum solistischen Füllen der „Pausen“ – leidenschaftliches Power Drumming als polyrhythmisches Intermezzo.“Spiritual.
"White Bear"
"Nach einer einleitenden gefälligen Ostinato-Figur des Basses, bringen Drums & Bass sofort einen raffinierten Rhythmus auf den Weg, in den Gitarre und Tenorsax das Thema unisono verkünden. Die Gitarre des Mannes aus Brooklyn übernimmt das 1. Solo. Wenn auch gediegene Klänge überwiegen, so erinnern seine Figuren und Läufe ein wenig an eine Hommage an John McLaughlin. Drums und Bass „schuften“ unentwegt, sorgen für Kontinuität, während das Piano mal Pause macht. Solistisch macht das Saxofon balladesk weiter, wird dann stetig expressiver, dramatischer. Den emotionale Rest erledigt der Drummer mit seinen unablässigen, federnden Schlägen, die er zwischen die Ostinato-Figur bestens platziert.
Ankündigung A-Trane
Tobias Meinhart zählt zu den spannendsten deutschen Jazz-Exporten: Seit 15 Jahren prägt der Saxophonist die New Yorker Szene, tritt regelmäßig in Clubs wie dem Blue Note, Birdland und Smalls auf und verbindet mit seinem Projekt Berlin People die urbanen Vibes von Berlin und New York. In den DownBeat Critics’ Polls wurde er von 2022 bis 2025 vier Jahre in Folge als Rising Star ausgezeichnet.
Vom 11. bis 15. August bringt er die Band für eine exklusive Konzertwoche zurück ins A-Trane – erneut mit dabei: Kurt Rosenwinkel, einer der stilprägendsten Gitarristen des zeitgenössischen Jazz.
Das US-Magazin JazzTimes nennt Kurt Rosenwinkel „easily the most original guitar voice of the decade“ – eine Ausnahmestimme auf seinem Instrument, die seit Jahrzehnten die internationale Jazzwelt inspiriert. Durch seine unverwechselbare Klangsprache und visionären Improvisationen hat Rosenwinkel eine ganze Generation von Jazzgitarristen beeinflusst und genießt weltweit Kultstatus.
Berlin People steht für kraftvolle Unisono-Linien, improvisatorische Freiheit und mitreißende Energie. Nach ihrem gefeierten Live-Album Dark Horse – Live at the A-Trane kehrt die Band mit Musik aus dem aktuellen Album Light & Shadow sowie weiteren neuen Kompositionen zurück.
Berlin People verbindet die Energie New Yorks mit der Offenheit und Klangästhetik der europäischen Szene – modern, urban und voller Spielfreude.
«Germany’s biggest talent on the saxophone»
JazzThing Magazin
English
Tobias Meinhart is one of the most exciting German jazz exports of his generation. Based in New York for the past 15 years, the saxophonist is a regular presence at renowned venues like Blue Note, Birdland and Smalls, and blends the urban energy of New York and Berlin with his project Berlin People. He was named a Rising Star in the DownBeat Critics’ Poll from 2022–2025.
From August 11 to 15, Berlin People returns to the legendary A-Trane for a special concert week – once again joined by Kurt Rosenwinkel, one of the most influential guitarists in contemporary jazz.
JazzTimes describes Kurt Rosenwinkel as “easily the most original guitar voice of the decade” – a visionary artist whose signature sound and harmonic language have inspired generations of musicians worldwide.
Berlin People is known for driving unison lines, vibrant improvisation and an energetic, modern sound. Following the acclaimed live album Dark Horse – Live at the A-Trane, the band returns with music from the current album Light & Shadow as well as brand-new compositions.
Berlin People blends the energy of New York with the openness and sonic aesthetic of the European jazz scene – modern, urban and full of momentum.
“Germany’s biggest talent on the saxophone”
JazzThing Magazine