Übersicht Sommerkonzerte im A-Trane 29.07 bis zum 15.08.26

Übersicht der Sommerkonzerte im A-Trane vom 30.06 bis zum 01.08.26
A-TRANE PRÄSENTIERT ARTIST IN SUMMER RESIDENCY
Weitere Konzerte
Emma Rawicz «CLOUDWALKER» 04 – 08.0826
Emma Rawicz – Tenorsaxophone/Sopransaxophone
Rasmus Sørensen – Piano
Freddie Jensen -Bass
Marc Michel – Drums
Today Special Guest:
Aitzi Cofre Real – Vocal
Tobias Meinhart – Berlin People -
Special Guest: Kurt Rosenwinkel 11.08 – 15-08.26
Tobias Meinhart – Tenor & Soprano Saxophone
Kurt Rosenwinkel – Guitar
Ludwig Hornung – Piano
Tom Berkmann – Bass
Mathias Ruppnig – Drums
Vergangene Konzerte:
TORSTEN GOODS «YACHTROCK & WESTCOAST» 29.07 – 01.08.26
Torsten Goods – Guitar, Vocals
Atrin Madani – Vocals
Till Sahm – Keyboards/Piano
Björn Werra – Bass
Magro – Drums
Special Guest: Kim Sanders – Vocals 31.07 – 01.08.26
Guitar Encounters Vocals
Gitarrist Torsten Goods ist stärker im Rock, Funk, Fusion und Blues Zuhause als in den swingenden Jazz-Genres. Bei dem Vokalisten Atrin Madani verhält es sich umgekehrt. Da gilt es den gesungenen Text zum Swingen zu bringen, was er erfolgreich praktiziert.
Nun, diese Aufeinandertreffen macht das Projekt spannend, den aus den gegensätzlichen Polen können kreative Überschneidungen im Stil wie Sound erwachsen. Die folgenden Zitate sind nur Stimmungsaufnahmen aus 2 nicht gemeinsamen Konzerten. Das reale Konzert im A-Tane kann sich auch völlig anders gestalten. «YACHTROCK & WESTCOAST» Überraschungen sind vor-programmiert. Und deshalb ist zu sagen: Hingehen!
Die folgenden Zitate sind aus dem Konzerbericht von Jakob Manz vom 18.12.24 im A-Trane.
Torsten Goods war in diesem Konzert der Special Guest.
Jakob Manz – Saxophone
Torsten Goods – Guitar/Vocal
Till Sahm – Piano/Keys
Thomas Stieger – Bass
Felix Lehrmann – Drums
„Cross Roads“
Hart geschlagene Takte, besonders von den Drums machen klar, dass akzentuierte, gerade Rhythmen den Ton angeben werden…. Auch der folgende Titel entspricht dieser Schilderung, aber ein paar Nuancen sind jedoch anders: das ist der bluesiger Charakter, den „Cross Roads“ mit sperrigem Charme verstößt. Ein Titel, den die rockige Super-Band der späten 60-ziger „Cream“ bekannt machte. Auch Gitarrist Eric Clapton hatte ihn häufig im Repertoire.
Hier übernimmt der besondere Gast Torsten Goods die Funktion des Blues-Gitarristen Clapton: Gitarre spielen und dazu singen. Zu hören sind durchgehende Beats ohne Schnörkel oder Verzierungen jeglicher Art, sei es rhythmisch oder melodisch. Ein solider Blues-Rock erobert den Raum, angereichert durch die spitzen Sequenzen des Alto-Saxofons, die Gastgeber Jakob Manz in den Song schleudert.
„What´s Right, What´s Wrong“.
Es bleibt soulig. Den dazu erforderlichen Gesang steuert der Mann an der Gitarre selbst bei. Was sonst im Soul die markant geblasenen Sätze der Holz- und Blech-Bläser machen, das obliegt nun dem Altsaxofon von Jakob Manz. Ein wenig Unterstützung erhält er von der „Orgel“ und, wenn kein Gesang zu vernehmen ist, dann macht Torsten Goods bei den „Bläsersätzen“ mit, in dem die scharf geblasenen Riffs des Saxofons durch die Linien der Gitarre verstärkt werden, bevor er zu einem ausgereiften und überfälligen Solo anhebt. Sein Solo erfährt Support durch seine Stimme, indem er die Figuren seiner Improvisationen unisono mitsingt. Das ist dann jazziges Scatting von Gitarre & Voice, George Benson lässt grüßen. Zwar war er einer der ersten Gitarreros, der diesen Scat-Stil bevorzugte, aber in der Folge machten es viele Gitarristen aus Rock, Blues und Jazz ihm nach – so auch Torsten Goods, der das ganz famos betreibt. Nun fallen erneut die „Bläser“ - aus Piano, Gitarre und Alto Sax bestehend - ein, erneuern den Soul-Einschlag, beenden den Titel.
Atrin Madani – Vocals
Zitate aus dem Konzertbericht Bigband Deutsche Oper Berlin 01.01.26
„Zieh die Schuh aus ...“
Das ist der wohl bekannteste, vielleicht beste Song des verstorbenen Jazz-Sängers Roger Cicero. Der Titel ist sowohl vom originellen Text (relativ selten bei dt. Liedern) als auch von der Musik eine wunderbar swingende Komposition, die von dem Berliner Atrin Madani mit Verve und Leidenschaft dargeboten wird. Die Band trägt mit ihren akzentuiert betonten Rhythmen und fulminanten Bläsersätzen erheblichen dazu bei, dass der Titel lässig und packend rüberkommt, eine jazzige Steilvorlage für den Sänger, der sie gekonnt ergreift.
„Zieh die Schuh aus ... bring den Müll raus .. ich höre was du sagst, aber versteh nicht was du meinst“. Atrin Madani erweist durch sein passioniertes Vortragen dem Vorbild seine Hommage.
Stilistischer Wechsel
Unter dem Foto von Gordon Lightfood, dem Komponisten des Hits „If You Could Read My Mind“, spielt die Band verhalten auf, schiebt der Stimme Atrin Madani in den Fokus. Rhythmisch leicht am Original angelehnt sind dezente, rockig-folkloristische Akzente zu hören, in die der Sänger eloquent seine Storry packt.
„Spontis zeigen Banker“
Das sind Funky Beats, die von der Band kommen, angereichert mit knackigen Sätzen der Holz- und Blech-Bläser. In diesen fetzigen Sound erzählt Sänger Atrin Madani die Geschichte dieser Spontis. Leichter ist es nun, das quirlige Scatting zu verfolgen das Atrin Madani als profunden Jazz-Vokalist ausweist. Zunächst lässt er allein seine Laute, die Vokale, seine Tonfolgen als Scat aus sich heraus sprudeln. Dann erhält der Unterstützung durch das Tenorsaxofon von Peter Ludewig, das mit solistischen Sequenzen beginnt, dann jedoch zusammen mit der Stimme ein enges Duo praktiziert, indem die beiden Solisten die musikalischen Bälle sich souverän zuwerfen – Ruf- und Antwortprinzip.
Nils Kugelmann «Where Nights Unfold» 21 – 25.07.26
Nils Kugelmann — Bass, Composition
Luca Zambito — Piano
Sebastian Wolfgruber — Drums
Special Guest: Shuteen Erdenebaatar — Piano 23.07.26
Special Guest: Jakob Manz – Altosaxophon / Flute 23.07.26
JUDY NIEMACK «SINGING MILES» 14 – 18.07.26 A-Trane
Judy Niemack – Vocal
Yuriy Seredin – Piano
Marc Michel – Drums
Doug Weiss – Bass
Dima Bondarev – Trumpet 14.07.26
Florian Menzel – Trumpet 15/16.07.26
Christoph Titz – Trumpet 17/18.07.26
Konzertbericht 14.07.26 - 2 Kostproben
„Flamenco Sketches“
Dazu gibt es detaillierte wie kontextbezogene Infos von Judy. Das sei der „Coolste“ Song des coolen Miles. In dieser Zeit entstand das Konzept der modalen Spielweise, die Miles zusammen mit Bill Evans (Piano) und Gil Evans (Arrangement) avantgardistisch kreierte. Auch, so Judy, sei Miles vom Studium von Flamenco-Stücke zusätzlich inspiriert gewesen. Zur Musik. Die Stimme führt ins Thema ein. Judy singt Tonfolgen, diese ohne Text improvisierend. Darunter liefern Piano, Drums & Bass die rhythmisch-harmonische Basis für das Gelingen des Flamencos, ersetzen quasi die Gitarren-Unterstützung der Originale. Als funktionale, nicht klangliche „Imitation“ der Gitarre kann die Stimme, das Singen, das Scatten von Judy verstanden werden, eine weitere coole Klangfärbung. Dergleichen ist von Dima Bondarev gestopfter Trompete zu vernehmen. Vorzüglich, wie das Horn die tiefe Emotionalität des Themas ausdrückt. Seine lamentierende Tonfolgen sind nah an der Vorlage von Miles. Das ist nicht besser zu machen. Zum Höhepunkt rücken die beiden Hauptstimmen von Gesang und Trompete eng zusammen. Als intimes Duo werfen sie sich die Gefühlslagen zu, verstärken, ergänzen oder konterkarieren die musikalischen Aussage. Damit Stimme und Trompeter ihren Wirkung voll entfalten können, untermalt der ausgezeichnete Rhythmus dezent, aber subtil.
„Time After Time“
Auch diesen Titel hat Miles über die Genre-Grenzen bekannt gemacht. Die musikalische Substanz des poppigen Songs mit seiner bestechenden Melodielinie war schon im Original des Cindy Loper-Songs vorhanden, aber Miles hat mit seiner Funk-Version avantgardistisch am Erfolg des Titel mitgewirkt. Viele haben ihn in ihr Repertoire aufgenommen: als Rock-, Pop- und Jazz-Version. Judy und ihre Mannen präsentieren den Song in einer coolen Funk-Variante. Sparsame Phrasierung durch den poetischen Gesang, dann die klagende Stimme der Trompete erhöhen die Wirkung. Ebenso diskret wie sparsam sind auch die Anschläge der Drums von Marc Michel und das Zupfen der Ostinato-Figuren von Bassist Doug Weiss. Das alles erhöht die Wirkung der einsam tönenden Trompete, von Dima ausgezeichnet intoniert. Eine ähnliche Wirkung erzielt der gesungene Text mit seinem lyrischen Inhalt. Cool, lässig, ein wenig schwermütig ertönt „Time After Time“ in der Tradition von Miles, hier und heute im Club exzellent präsentiert.
Dana Masters «Real Good Mood» 08.07.26
Dana Masters – Vocals
Cian Boylan – Piano
Dave Redmond – Double Bass
Darren Beckett – Drums
LĪVA «UNSPOKEN» 03/04.07.26 - Debut-Album Release Concert
Līva Strazdiņa – Trumpet, Flugelhorn, Comp.
Florian Schultz – Guitar
Laurie Rich – Piano
Vincent Niessen – Bass
Lucas Johnson – Drums
Feat. Max Hacker – Tenor Saxophone, Alto Flute am 03. Juli
Feat. Finn Wiesner – Tenor Saxophone am 04. Juli
Flügelhornistin Līva Strazdiņa hat 4 Musiker der Berliner Szene „herbeigeblasen“, um ihr Debut-Album «UNSPOKEN» im Quintett zu präsentieren. Ihre Kollegen sind handverlesener Jazzer der Berliner Szene, sorgen für die erforderliche Qualität. Als konstante Größe hat sich Florian Schultz mit seiner Gitarre einen festen Platz erspielt, was sicherlich in Līvas Ausrichtung an der Musik Brasiliens begründet ist. Diesbezüglich ist die Gitarre wohl unverzichtbar. Die Kollegen vom Rhythmus sind stärker von Wechseln betroffen. Für den bewährten Christian Cuevas-Müller zupft beim Release-Konzert Vincent Niessen den Bass und für Roland Schneider kommt Lucas Johnson zurück zu seinem „Stammplatz“, wird die Drums schlagen. Tenorsaxofonist Max Hacker ist mit von der Partie, aber am Sa. 04. Juli wird Finn Wiesner das Tenor blasen. Das Zusammenführen der Klangfarben von Blech und Holz verspricht knackige Bläsersätze, welche die Kompositionen von Līva Strazdiņa im besten „Licht und Klang“ präsentieren werden.
ERNST BIER NEW TRIO «TRIPLE» 30.06 – 02.07
Tal Arditi – Guitar
Christian Müller – Bass
Ernst Bier – Drums
SPECIAL GUESTS:
Regis Molina – Alto Saxophone 30. June
Roland Satterwhite – Violine 01. July
Gianni Gagliardi – Tenor Saxophone 02. July
Gianni Gagliardi mit dem Tenor-Saxophon wird stilistisch sicher andere Akzente setzen als sein Kollege am Alto Sax, sonst wäre es sicher nicht mit von der Partie. Ähnliches ist von Roland Satterwhite zu sagen, dessen Klangfarbe der Violine gänzlich anders als sein wird als die der Holzbläser. Da die Geige - nach wie vor – ein eher seltenes Instrument im Jazz ist, ist das ein weiterer Grund für was? Genau: Hingehen!
Maria Baptist
Maria Baptist – Piano
Fabian Timm – Bass
Heinz Lichius – Schlagzeug
Philip Sindy – Trumpet, Fluegelhorn 25.06
Gabriel Coburger – Tenor Saxophone, Flute 26.06
Jan von Klewitz – Alto Saxophone 27.06
Die Berlinerin Maria Baptist ist sowohl als Solo-Pianistin als auch als Leiterin einer Big Band (Maria Baptist Orchestra) zu erleben. Dazwischen bildet ihr festes Trio mit Fabian Timm & Heinz Lichius den rhythmisch-harmonischen Kern, mit dem ihre Kompositionen und Arrangements im zeitgenössischen Jazz präsentiert werden. Die Erweiterungen vom Trio zum Quartett wie zum Quintett zeigen weitere Facetten ihres Jazz-Spektrums. Bei den anstehenden Konzerten handelt es sich um stilistischen Variationen ihrer Kompositionen, die im Trio und Quartett anders arrangiert sind. Das gilt es zu erleben. Hingehen! Am 25/26/27 Juni wird das Maria Baptist Trio durch spezielle Gäste verstärkt, die sich aus Ihrer Big Band rekrutieren: