XJAZZ! Festival Paul Kleber Quartett – 12.05.2024 - Fluxbau


XJAZZ! Festival Paul Kleber Quartett – 12.05.2024 - Fluxbau


Paul Kleber – bass
Uri Gincel – piano
Tobias Backhaus - drums
Sebastian Studnitzky – trumpet


Mit seinen Kollegen spielt Paul Kleber seit langen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten zusammen. Demzufolge kennen sie sich mehr als gut, können sich blind vertrauen. Und das ist hörbar. Alle vier Musiker spielen mit allen kompetenten Musikmachenden aus der Berliner Szene und darüber hinaus mit vielen Größen der internationalen Jazz-Welt. Als Trio – ohne das Blech – sind sie öfters im Berliner ZigZag als in anderen Clubs zu hören, was ihnen den Ruf einer „Hausband“ einbrachte. Das ist nur bedingt korrekt, aber eigentlich ein Kompliment. Das Trio firmierte jedoch nicht oder selten unter dem Namen einer der Musiker.


Bei XJAZZ! erweitert sich das Trio zum Quartett durch den hinzukommenden Sebastian Studnitzky an der Trompete. Bassist Paul Kleber wird mit seinen Kompositionen, seinem Spiel in den Fokus gestellt. Gut so, denn Bassisten stehen mehr im „Schatten“ als die Kollegen mit anderen Instrumenten. Die sind von vielen besser wahrzunehmen wegen: Optik (Drums, Piano), Lautstärke (Gitarre!!!, Drums, Holz- & Blechbläser) oder leichter zu hörenden Frequenzen (fast alle anderen Instrumente). Demzufolge ist es positiv, die für den Jazz so wichtige Funktion des Basses explizit herauszustellen: Featuring Paul Kleber.


Der bringt seine langjährigen musikalischen Erfahrungen auf die Bühne und hat dazu sein erstes „eigenes“ Album aufgenommen. Da das Album – mit der Ausnahme eines Titels noch nicht verfügbar ist, kann der Auftritt als „antizipiertes“ CD-Release-Konzert verstanden werden. Der als Single ausgekoppelte Titel Poísson d´or gibt einen Vorgeschmack. Paul Kleber:


"Das sind die Songs, die ich seit über einem Jahrzehnt in meinem Wohnzimmerstudio komponiert habe". 

Daraus folgt die Empfehlung: Hingehen!


Paul Kleber Quartett


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Featuring Paul Kleber.

Der bringt seine langjährigen musikalischen Erfahrungen auf die Bühne und hat dazu sein erstes „eigenes“ Album aufgenommen. Da das Album – mit der Ausnahme eines Titels noch nicht verfügbar ist, kann der Auftritt als „antizipiertes“ CD-Release-Konzert verstanden werden. Der als Single ausgekoppelte Titel Poísson d´or gibt einen Vorgeschmack. Paul Kleber:


"Das sind die Songs, die ich seit über einem Jahrzehnt in meinem Wohnzimmerstudio komponiert habe". Daraus folgt die Empfehlung: Hingehen!


Poísson d´or  - aus dem Album "Little Home" (31. Mai 2024 XJAZZ! Music)


Ein Ostinato-Motiv, das gelegentlich sich in den „Pausen“ aussetzt, durchzieht den „Goldfisch“. Eingeleitet und weiter getragen durch ein E-Piano, dazu kommen ein durchlaufender Beat der Drums und der Support durch tiefenlagige Bass-Figuren, eng zum Eingangsmotiv. Das ist ein sensibles, nicht mit Effekten überfrachtendes, Thema, das die anderen Instrumente ergänzen oder verstärken. Das Horn verstärkt unisono das Titelthema, setzt weitere vorsichtige Akzente, Bass und Drums ergehen sich in diskreter, aber wirkungsvoller Zurückhaltung. Dazu perlt das E-Piano wie in den besten Zeiten als Rock-Jazz und Fusion die Jazz-Welt eroberten – kristallene Stille. Das Thema übernimmt jetzt die Trompete in verhaltener Art und Weise. Das E-Piano ist noch mit leichten Akkorden zu hören, aber in den Vordergrund bewegt sich das akustische Piano, das jetzt in ebenfalls perlenden Läufen zu vernehmen ist. Alles ist sehr fein austariert und bestens auf einen ausgereiften, balladenhaften Sound konzipiert.



Autor: Cosmo Scharmer