The Music of George Adams - Jörg Miegel Quartett 31.08.24 Schlot

The Music of George Adams - Jörg Miegel Quartett 31.08.24 Schlot
Horst Nonnenmacher - Bass
Tobias Tinker - Piano
Kai Lübke - Drums
Jörg Miegel – Saxofon, Flöte, Idee
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Weitere Titel im Detail
„Intensiones“
Swingender Drive, Groove in der besten Tradition von George Adams/Don Pullen (weiterhin als GA/DP tituliert) tun sich kund. Diesmal verbleiben die diskreten, leisen Schläge der Drums mehr im Hintergrund, überlassen stärker dem Bass von Horst Nonnenmacher das rhythmische Geschehen, das wiederum Tobias Tinker nutzt, um seine pianistischen Improvisationen in den Song zu werfen. Die Musik der Quartetts ist ein nahezu perfekter Swing in klassischer Manier, wenn Bass-Legende Charles Mingus als Referenz genommen wird. Erneut darf das Sax den Ton angeben: volle Kanne, volles Rohr. Seine Schleifen werden mit Passion geblasen, es darf auch mal mehr „Luft“ als Ton das Tenor verlassen. Der Titel überzeugt durch die intensiven Impulse der einzelnen sowie den energischen Ausdruck des ganzen Quartetts.
Charles Mingus – „Duke Ellingtons Sound of Love“
Jörg Miegel informiert über den nächsten Titel, der nicht von GA/DP stammt, sondern von Charles Mingus, der mit diese Komposition den großen Duke Ellington würdigte. Weiterhin erfährt das Publikum, das GA/DP - zusammen mit Drummer Billy Higgins und Bassist Cameron Brown -, alle handverlesene Mitglieder in den letzten Bands von Mingus waren.
Hinein in den Titel, der im Original perfekt ist, den man nicht besser, nur genauso gut machen kann. Horst Nonnenmacher beschwört mit seinem Solo die Verehrung des Duke sowie des Bassisten Mingus. Daran anschließend, huldigen Tenorsaxofon und dann das Piano die stilbildenden Vorbilder. Vollgepackt mit expressiven Emotionen vertonen sie den Titel balladenhaft. Die Drums - mit den Besen von Kai Lübke feinfühlig gerührt – und der Bass - mit souveränen Figuren - runden die Hymne rhythmisch elegant ab. Der Drummer greift jetzt zu den Klöppeln, das Sax erspielt sich sein Solo im Stil von George Adams: viele, sich emporschraubende Loops, dazu flatternde Triller und freie wie „meckernde“ Salven schleudert Jörg Miegel aus seinem Tenor-Sax. Duke Ellingtons Sound of Love ist eine fantastische Komposition, die so technisch wie emotional so gespielt wird, dass beim Publikum sich der „Gänsehaut-Effekt“ freisetzt.
“Thank You Very Much Mr. Monk”
Ein Blues? Und dann noch von Monk? Ja, denn genau so klingt es: schräg wie bluesig. Auf einer swingenden Basis, die Drums, Bass und Piano erzeugen, erhebt sich dann ein pianistisches Solo von Tobias Tinker, der seine Ideen kreativ aus dem Flügel schlägt. Den Blues zum Swingen zu bringen, darum handelt es sich. Dieses Ansinnen ist schon im Titel konzipiert und genauso wird es im Hier und Jetzt des Schlots realisiert, zum Leben erweckt. Kurze (Verschnauf)Pause, nur Tenorist Jörg Miegel ist zu hören. Der bläst – unbegleitet von den Kollegen - seine Linien ganz im Stil von George Adams. Wat will ma´ mehr? Nee, mehr jeht nich! Dann schlagen die Kollegen voll wieder zu, der Blues läuft in Richtung Boogie Woogie. Mit einem Dankeschön an Herrn Monk beenden sie den Song. Dann ist die richtige Pause angesagt – für Getränke, Gespräche und mehr.



